In meinem Fotografenalltag gibt es immer wieder Aufträge bei denen man ganz nah an den Menschen ist, die in unserer Gesellschaft Besonderes leisten, ohne die unser Alltag nicht denkbar wäre, die sich für uns die Hände schmutzig machen und die trotzdem oft nicht gesehen werden. So durfte ich im Juni Mitarbeiter:innen der Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz (EBK) bei ihrer Arbeit mit der Kamera begleiten. Dabei ging es von ganz unten nach ganz oben – im wortwörtlichen Sinn.
Gestartet wurde mit dem Kanaltrupp, der mit seinem beeindruckenden Saug- und Spülfahrzeug u.a. dafür sorgt, dass mit Hochdruck die Konstanzer Kanäle gut gespült und von Ablagerungen befreit werden; damit unsere täglichen Abwassermengen störungsfrei durch die Unterwelt fließen können.
Manchmal bietet sich bei einem Auftrag auf einer Kläranlage ein besonderes Highlight. Ein Schachtelbecken wird geleert und gereinigt, das kommt nur alle paar Jahre vor. Jetzt war es wieder einmal soweit: Das Becken muss ausgespritzt und Verschleißteile ausgetauscht werden. Bei den tropischen Juni-Temperaturen ein schweißtreibender und geruchsintensiver Job.
Mit den Bauingenieur:innen der Entsorgungsbetriebe ging es nun eine Etage höher auf eine Kanalbaustelle. Sie tragen die Verantwortung für ein über 300 km langes Kanalnetz, planen Abwasserkanäle und -bauwerke und sorgen vor Ort dafür, dass Kanäle, Gullis, Schächte und Leitungen auch so gebaut werden wie sie geplant wurden.
Und getreu dem Motto von Heinz Erhardt: „Kommt! Lasset von Tonne zu Tonne uns eilen! Wir wollen dem Müll eine Abfuhr erteilen“ fuhren wir mit dem hochmodernen E-Müllfahrzeug durch die Konstanzer Straßen und sammelten die Tonnen ein. Für die Müllwerker der EBK ein anstrengender Job, sind sie doch täglich und bei jedem Wetter für uns unterwegs.
Das E-Müllfahrzeug und die Imperia - ein gutes Team.
Es gibt nicht nur Arbeitsplätze in orange bei den EBK. Die Elektriker und Schlosser sind nun meine Männer in blau. Ihre Aufgabe ist es dafür zu sorgen, dass auf der Kläranlage alles funktioniert und sie sind immer einsatzbereit, wenn es etwas zu programieren, installieren, reparieren oder schweißen gibt. Und ab und an verrichten sie ihre Arbeit auch in luftiger Höhe, denn auch auf dem rund 25 m hohen Faulturm ist mal eine Schraube locker. Das nenne ich einen Arbeitsplatz mit Aussicht.
Herzlichen Dank an die Entsorgungsbetriebe Stadt Konstanz für diesen spannenden Auftrag und für das große Vertrauen was mir von Euch und Euren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entgegengebracht wurde.
Die EBK können nicht nur organge, sondern auch bunt.