Fischmarkt | LandUnter

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Gestern Abend traf Sturmtief Sebastian auf Hamburg. Das es ordentlich pustete und wehte war deutlich zu spüren und auch die Nachrichten im Radio warnten vor umgestürzten Bäumen und herabfallenden Dachziegeln, aber das er gleich die erste Überflutung der Saison auslöste, damit hatte ich nicht gerechnet.

Ich fuhr gegen Abend zum Hamburger Fischmarkt, weil das eine der tiefsten Stellen im Stadtgebiet ist und dort die Elbe als erstes über die Ufer lugt. Und schon 4 Stunden vor Hochwasser spritzten die ersten Wellen auf den Fischmarkt. Sicherheitskräfte begannen die Hochwasserschotten des naheliegenden Restaurants zu verriegeln. Bei der alten Fischauktionshalle hingegen wurden alle Tore geöffnet, damit das Wasser ungehindert durchfließen kann – sie ist Hochwasser gewohnt. Drei Stunden vor dem höchsten Wasserstand stand die Elbe dann schon auf der Großen Elbstraße und kurze Zeit später war die ganze Straße und der gesamte Fischmarkt überflutet. Besonderes Schauspiel, die Fischauktionshalle war bunt beleuchtet und gab dem vordringenden Wasser einen farbigen Anstrich, eine Belohnung für die kalten Finger und die nassen Füße.